Energieversorger, Öl und Gas und Chemie

Energieversorger und die Industrieunternehmen der Öl, Gas und Chemiebranche nutzen den Wind der Globalisierung und stellen sich in vielen Bereichen neu auf: Neue Anbieter fordern die etablierten Unternehmen heraus und erhöhen somit permanent den Leistungsdruck. Dabei geht es nicht mehr nur darum, gewohnt gute Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Die immer besser informierten Endverbraucher treffen ihre Kaufentscheidung auf Basis des Preis-Leistungs-Verhältnisses (Customer Value) der verschiedenen Angebote. Dieses Verhältnis hängt von der Qualität und der Kostenposition in jeder Stufe der Wertschöpfungskette, von den Rohstoffen bis zum Vertrieb der Endprodukte, ab. Auf dem Markt konkurrieren letztendlich die Wertschöpfungsketten darum, dem Endverbraucher das beste Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten.

Zusätzlich verändern sich die Rahmenbedingungen der Märkte. Die Produktverantwortung der Hersteller nimmt aufgrund rechtlicher Vorgaben sowohl inhaltlich als auch zeitlich zu. Zur traditionell geforderten technischen Sicherheit der Produkte tritt die gesundheitliche Sicherheit, und das über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. In vielen Bereichen ist es nach jahrzehntelanger Forschung und Entwicklung immer schwieriger geworden, echte Innovationen auf den Markt zu bringen. Der dazu notwendige Ressourcenbedarf hat sich vervielfacht.

Die Unternehmen dieser Industriewelten haben das erkannt und stellen sich entsprechend auf. Dabei sind auf internationaler Ebene Kooperationen - die nicht mehr nur Entwicklungskooperationen sind, sondern eher den Charakter neuer Geschäftsmodelle haben -, Akquisitionen ganzer Geschäftsbereiche, Fusionen sowie internationale Standortentwicklungsprojekte zu beobachten. Strategische Zielsetzung dabei ist, beim Preis-Leistungs-Verhältnis dem Wettbewerb überlegen zu sein. Die Folge sind neue Herausforderungen: Integrierte Wertschöpfungsketten führen zu mehr Transparenz, Effizienzdruck und Koordinationsbedarf.